Der Preis


Warum ist der Preis eines Marinetic-Modelles höher als bei anderen Yacht-Modellen?

Die Firma Marinetic achtet seit über 18 Jahren (Seit 1997) auf Qualität statt Quantität. Meine Modelle wurden schon immer aus Polyester-GFK gebaut und das braucht unheimlich viel Zeit. Zeit für das Sammeln von Erfahrung, sehr viel Zeit für den Urmodellbau, Zeit für den Formenbau und - vor allem - Zeit, die einzelnen Teile aus der Form herauszulaminieren und anschliessend zu bearbeiten. Jedes Modell besteht aus einem Rumpf, mindestens noch einem Deck und einem Aufbau. Jedes Teil wird in Handarbeit von mir selbst handlaminiert. Danach muss das laminierte Teil aus der Form genommen und anschliessend aufwendig bearbeitet werden. Nach der Bearbeitung vom Rumpf werden Bullaugen, Ruderanlagen und Antriebe eingebaut. Jetzt wird das Deck an den Rumpf angepasst und zusammen verklebt. All das braucht unmengen an Zeit und kostet Geld. Das ist der Grund, weshalb eine im verhältnis kleine, aber sehr schöne Fisher 25 im Rohbau (Rumpf, Deck, Aufbau) schon EUR 349.- kostet. 

Natürlich könnte ich auch im Ausland produzieren lassen, aber nur wenn ich hier bei Marinetic produziere kann ich Ihnen auch diese gleichbleibende Spitzenqualität garantieren. Sie müssen an keinem Modell aus meiner Werft ein GFK-Teil nachspachteln, da schon im Modellbau (Urmodellbau) auf Spitzenqualität geachtet wird. Das bedeutet - so wie das Urmodell gebaut ist, so sind auch ALLE nachfolgend laminierten Teile. Ist das Urmodell perfekt, sind auch die Teile, die Sie bei mir kaufen perfekt.

Die Lebenszeit meiner Modelle ist nahezu ewig, das der Glasfaserkunststoff sich nicht mehr verzieht oder nacharbeitet. Dafür sorgen die durchdachten Kanten und Verklebungen an meinen Yachten. Sollte ich einen Deckel der keine (Anitverzugs-)Kanten hat von einem Modell laminien müssen, so wird dieser aus Epoxy-GKF gebaut. Epoxy ist nahezu schrumpffrei und ein gerader Deckel bleibt auch auf Dauer gerade (s. Motorraumabdeckung der Wellcraft Scarab SC38).

Meine Modelle in Epoxy-GFK zu lamineren wäre so unnötig wie ein Sandkasten in der Wüste. Ich bräuchte viel mehr Zeit, das Material ist unnötig teurer und Sie bräuchten warscheinlich Blei um die Modelle in fahrbereitem Zustand auf die original Wasserlinie zu bekommen. Ein Modell von Marinetic soll auf dem Wasser schliesslich nicht aussehen wie ein darauf hüpfender Styroporklotz, sondern wie eine Yacht. Ist Polyester-GFK so sauber laminert wie von Marinetic, - (im Original wird auch in Polyester-GFK laminiert - aus den selben Gründen wie auch bei mir) - werden Sie feststellen, dass Epoxy-GFK im Yachtmodellbau 1:10-1:15 definitiv keinen Vorteile hat.


ABS

Warum baue ich nicht mehr Modelle in ABS-Kunststoff?

ABS-Kunststoff hat im Ansehen durch die Grosserienherstellung anderer Firmen etwas gelitten. Ich bin nicht gegen ABS-Kunststoff, aber es muss richtig gemacht werden - siehe mein Sunseeker Outlaw in 1:10. Wenn ein Modell in ABS in Serie gebaut werden soll, dann ist das auf jeden Fall im Verkauf auch günstiger. Der Nachteil ist, dass man Längebegrenzt ist. Meiner Meinung nach sollte ein Yachtmodell in ABS nicht länger als 140cm und nicht breiter als 30cm sein. Ansonsten sind eine Vielzahl an Verstärkungen im Rumpfbereich und auch im Deck notwendig. Diese sorgen auf der Aussenseite durch den verwendeten Kleber meist für ungewünschte Abbildungen, die man nach dem Lackieren sieht. Wichtig ist auch, dass die Form, in der das ABS tiefgezogen wird negativ ist. So bleiben sämtliche Kanten - wenn man es richtig macht - erhalten. Die Dicke des Materials spielt auch eine wichtige Rolle dabei. Ist das Material zu dünn, so bleibt beim Ziehen in den Ecken meist nicht genug Dicke übrig. Es kann sogar ein Loch entstehen. Also wenn die Wahl auf ABS-Kunststoff fällt, dann richtig machen. Ich werde früher oder später noch ein zweites ABS-Yacht-Modell auf den Markt bringen, um Ihnen zu beweisen, dass ABS beim Bau und auch beim Fahren durchaus auch spass machen kann. Allerdings müssen die Teile wie Rumpf und Deck auch gut zusammenpassen.